Aktuelle Informationen aus der vhs
Schulbesuch der Teilnehmenden der Jobcenter Maßnahme „Fit für die Arbeit mit Menschen“ Praxisnahe Einblicke in den Arbeit als Schulbegleitung
Wie vielseitig und verantwortungsvoll die Arbeit mit Kindern im Schulalltag sein kann, erfuhren die Teilnehmenden der Aktivierungsmaßnahme „Fit für die Arbeit mit Menschen“ der vhs ARBERLAND bei einem Praxisbesuch an der Grundschule Zwiesel. Die Maßnahme wurde gemeinsam mit dem Jobcenter ARBERLAND entwickelt und eröffnet den aktuell 18 Teilnehmenden neue berufliche Perspektiven in sozialen Tätigkeitsfeldern – unter anderem in der Seniorenarbeit oder der Arbeit mit Kindern.
Organisiert wurde der Besuch von Alexandra Silion, Jobbegleiterin im Landkreis Regen, sowie Greta Brock, Weiterbildungsinitiatorin – beide Mitarbeiterinnen der vhs. Begleitet wurde die Gruppe zudem von Sandra Stoklasa vom Jobcenter ARBERLAND, Christine Schreiner von der Agentur für Arbeit sowie Iris Macho, Vorstandsmitglied im AWO-Kreisvorstand, die sich künftig verstärkt den Themen Schule und Kindergarten widmen wird.
Vor Ort begrüßte Rektorin Corinna Lang die Teilnehmenden und informierte über die wachsende Bedeutung von Schulbegleitungen im Schulalltag. Bereits heute werden an der Schule drei Kinder individuell begleitet – mit steigender Tendenz. Schulbegleitungen unterstützen Kinder dabei, den Unterricht und den sozialen Alltag besser zu bewältigen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Inklusion.
Einen umfassenden Einblick in die praktische Arbeit gab Schulsozialpädagoge Sebastian Pscheidl, der an der Schule zugleich Ansprechpartner für die Begleitpersonen ist. Er schilderte typische Alltagssituationen, erklärte organisatorische Abläufe und sprach offen über Herausforderungen, aber auch über die positiven und bereichernden Seiten der Tätigkeit. „Die wichtigste Aufgabe einer Schulbegleitung ist, zu motivieren und zuzuhören“, betonte Pscheidl. Gleichzeitig machte er deutlich, dass Geduld, Empathie, Flexibilität, Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit wichtige Voraussetzungen für diese Arbeit seien. Besonders wertvoll seien oft die kleinen Fortschritte und Erfolgserlebnisse, die Kinder im Alltag machen.
Im Rahmen des Besuchs erfuhren die Teilnehmenden außerdem, wie Schulbegleitungen in Bayern organisiert sind und welche Rolle dabei Einrichtungen wie die Arbeiterwohlfahrt (AWO) oder die Caritas als Träger übernehmen. Während Jugendamt oder Bezirk Niederbayern den individuellen Unterstützungsbedarf prüfen und Leistungen bewilligen, stellen die Träger das Personal für die praktische Begleitung im Schulalltag bereit. Thematisiert wurden zudem Praktikums- und Einstiegsmöglichkeiten im sozialen Bereich sowie die persönlichen Voraussetzungen für diese Tätigkeit.
Zum Abschluss erhielten die Besucherinnen und Besucher noch eine Führung durch das Schulgebäude und konnten sich ein umfassendes Bild vom Arbeitsalltag an einer Schule machen. Für Jobbegleiterin Alxandra Silion zeigt das Projekt vor allem eines: „Wir möchten Menschen neue berufliche Perspektiven im sozialen Bereich eröffnen und gleichzeitig aufzeigen, wie groß der Bedarf an engagierten Unterstützungskräften inzwischen ist“. Diese Pilot-Maßnahme soll Orientierung geben, neue Möglichkeiten sichtbar machen und vielleicht auch der Einstieg in ein Berufsfeld sein, das nicht nur gebraucht wird, sondern auch persönlich sehr erfüllend sein kann.
