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Aktuelle Informationen aus der vhs

"Tour de Job" durchs ARBERLAND Zahlreiche Betriebsbesuche mit unseren Kursteilnehmer:innen

Industrie, Fertigung, Gastronomie und Pflegebereich wurde besichtigt

Die bundesweite Aktion „Job-Turbo“ soll arbeitsuchende Geflüchtete und Unternehmen auf direktem Weg zusammenzubringen und dadurch vor allem den Fachkräftemangel eindämmen. Die Landkreis-Arbeitsgemeinschaft zu diesem Projekt, bestehend aus dem Jobcenter Arberland, der Agentur für Arbeit und der Volkshochschule Arberland (vhs) als eingebundener Bildungsträger organisiert in diesem Rahmen Bewerbertage in Betrieben.

Zu Besuch bei der Firma SCHOCK Germany:

Als erste Station bei der „Tour de Job“ stand ein Besuch bei der Firma SCHOCK GmbH in Regen auf dem Programm. Mehr als 30 Arbeitssuchende aus der Ukraine und anderen Ländern, Dozenten und Betreuer wurden von Christian Hein durch die Produktionsstätten geführt. Von der Lagerhalle, über die Gießerei, bis zum Formenbau konnten die Besucher sämtliche Stationen begutachten, die eine Quarzkomposit-Spüle durchlaufen muss. Die Regener Firma, die in diesem Segment Weltmarktführer ist, mit ihren patentierten Produkten über 70 Länder beliefert und mehr als 600 Arbeitnehmer an drei Standorten beschäftigt, beeindruckte die Teilnehmenden sichtlich.
Dass die SCHOCK GmbH viel für ihre Mitarbeiter tut, erklärte Simone Altmann bei der Vorstellung des Unternehmens und informierte gleichzeitig über die offenen Stellen des Betriebes. Dabei gab sie auch Einblicke in die Benefits, von denen die Mitarbeiter profitieren können. Weiterbildungen, E-Ladestationen, Betriebskantine, Fitnessstudio und noch vieles mehr waren sicher ausschlaggebend für den Titel „World´s best Employer“, den die SCHOCK GmbH 2023 verliehen bekam.

Nächste Station war bei REHAU Automotive in Viechtach:

Das Unternehmen ist ein weltweit agierender Zulieferer der Automobilindustrie mit rund 7.000 Mitarbeitern an 25 Standorten in 9 Ländern. Das Werk 11 in Viechtach zählt aktuell 850 Mitarbeiter und plant weiteren Wachstum. 16 Arbeitssuchende aus der Ukraine und anderen Ländern mit ihren Dozenten und Betreuern wurden von Ausbildungsleiter Paul Bayer und Matthias Mühlbauer durch die hochautomatisierte Fertigung geführt. Dabei lernte die Besuchergruppe die Bereiche Spritzguss, Lackierung, Montage und Endkontrolle kennen und konnten dabei auch den Praxistest machen, ob die Lackierung der Produktionsteile Fehler aufweist. Die Firma bietet am Standort Viechtach verschiedene Ausbildungsberufe an, neben Industriekaufmann/-frau, Fachinformatiker:in, Mechatroniker:in, Maschinen- und Anlagenführer:in kann auch der Beruf des Kunststoff- und Kautschuktechnolog:in erlernt werden.

Betriebsbesichtigung in der Reha Einrichtung Silberberg-Klinik  

Rund zehn Arbeitssuchende aus der Ukraine und anderen Ländern erhielten bei einem ausführlichen Rundgang Einblicke in die einzelnen Abteilungen wie Restaurant, Küche, Kinderbetreuung, Physikalische- und medizinische Abteilungen, Terminplanung, Labor/Diagnostik, Hausaufgabenbetreuung, Psychologische Abteilung und Ernährungstherapie /Diätplanung. „Wir bieten auch verschiedene Ausbildungsberufe an“, erklärte Karl Strohmeier. „Neben Koch/Köchin, Hotel- und Restaurantfachkräften, Kaufmann/-frau im Gesundheitswesen oder Kinderpfleger/in, können wir seit kurzem auch Gesundheits- und Krankenpfleger ausbilden. Dies ist möglich, durch eine Kooperation mit dem Caritas Berufsbildungszentrum für soziale Berufe in Zwiesel“.  Dass die Silberberg-Klinik als Arbeitgeber für die Teilnehmenden der Eltern-Maßnahme „KiBA“ absolut geeignet wäre, zeigt sich anhand des Beispiels, dass Mitarbeiter ihre Kinder während der Arbeitszeit ebenfalls in der klinikeigenen Kinderbetreuung unterbringen können. Auch ein Vorzeigebeispiel für Integration ist in der Bodenmaiser Reha-Einrichtung zu finden. Frau Dr. Miroszlava Alexszandrova ist gebürtige Ukrainerin und inzwischen Chefärztin an der Silberberg-Klinik. „Ich fühle mich sehr wohl hier und die Arbeit macht mir großen Spaß. Das Anstrengendste auf meinem Weg war aber sicher die Sprache, auch die medizinische Fachsprache, zu erlernen. Das bedeutet durchaus Bereitschaft, Fleiß und Durchhaltevermögen. Mit dem Bayerischen ist es zwar noch etwas schwierig, aber das wird immer besser“, lacht die Lungenfachärztin.

Fast 400.000 Menschen hat Deutschland - vorrangig aus der Ukraine - in den vergangenen 18 Monaten aufgenommen. Dem entgegen steht die noch immer schwierige Situation am Arbeitsmarkt. Der Bedarf an fehlenden Fach- und Arbeitskräften soll durch die Initiative des „Job Turbo“ auf kurzen Wegen gedeckt werden. Auch offene Ausbildungsstellen können in diesem Zuge besetzt werden und soll somit ein weiterer Schritt zu mehr qualitativ gut ausgebildeten Fachkräften darstellen. Die Geflüchteten, die den Integrationskurs abgeschlossen haben, sollen dem Arbeitsmarkt direkt zur Verfügung stehen, eine schnelle Vermittlung zur passenden Stelle wäre für alle Beteiligten eine Win-win-Situation.

 

 

In Bodenmais wurde die Silberberg-Klinik besichtigt
REHAU Automotive lud die Besucher zu einem Rundgang ein
Besichtigung der Produktionsstraße bei der Fa. SCHOCK
26.05.24 21:37:37