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Unsere bunte vhs Familie

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Haslinger, Johannes Maria

Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit der Kultur- und Heimatgeschichte des Bayerischen Waldes. Heute leite ich das Museum Rotes Schulhaus in Rinchnach und das Kulturhaus Spital Hengersberg sowie bin als Kreisheimatpfleger im Landkreis Regen tätig. Neben meiner Arbeit in Museen und der Denkmalpflege entstehen auch musikalische und literarische Projekte. Mit meinem ersten Roman Rubin – Alle Farben und sein wie Glas möchte ich die Mythen des Bayerischen Waldes neu erzählen und bekannte Heimatbilder auf ungewöhnliche Weise hinterfragen. 2018 wurde ich mit dem Kulturpreis des Landkreises Regen ausgezeichnet.

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Mühlhiasl – „Rubin – Alle Farben und sein wie Glas“ Präsentation, musikalischer Abend und Lesung
Sa. 07.11.2026 19:00
Rinchnach
Präsentation, musikalischer Abend und Lesung

Johannes Maria Haslinger legt mit „Rubin – Alle Farben und sein wie Glas“ ein außergewöhnliches literarisches Erstlingswerk vor. Das Buch wird vom Volk Verlag München herausgegeben und kommt sozusagen ganz frisch aus der Presse, direkt nach Niederbayern ins Arberland. Die Gäste erwartet ein künstlerischer Abend mit Musik, Präsentation und Lesung rund um Mythen, Macht und Trash-Movie-Ästhetik.( Rubin – Alle Farben und sein wie Glas - Volk Verlag) Das poetisch-düstere Drama bricht bewusst mit klassischen Heimatroman-Klischees und lädt die alten Mythen des Bayerischen Waldes auf radikale, cineastische Weise neu auf. Das Buchprojekt ist ein flirrendes Stück Heimatliteratur, das die Grenze zwischen Realität, Demenz und jahrhundertealtem Aberglauben verschwimmen lässt. Im Mittelpunkt der Erzählung steht die Tochter des legendären Propheten Mühlhiasl. Völlig abgeschieden lebt sie mit ihrem demenzkranken Vater in den rauen Hochlagen des Bayerischen Waldes. Seine rätselhaften Visionen, die sie jahrelang als wirres Gerede abgetan hat, verweben sich plötzlich unaufhaltsam mit handfesten Unruhen im nahegelegenen Dorf. Ein machtbesessener Hütten-Herr und die erbarmungslose Ausbeutung der Arbeiterschaft bringen die Dorfgemeinschaft an den Rand des kollektiven Zusammenbruchs. Beim Versuch, ihren Vater vor den Dorfbewohnern zu schützen, gerät die Protagonistin immer tiefer in einen Strudel aus archaischen Machtstrukturen und nackter Angst. Schließlich muss sie erkennen, dass ihre eigene Rolle in diesem Gefüge weitaus größer ist, als sie es je geahnt hat. Atmosphärisch beschreitet Haslinger ungewöhnliche Wege: In Ton und Bildsprache knüpft der Roman an das legendäre, poetisch-düstere Werk „Herz aus Glas“ von Werner Herzog und Herbert Achternbusch an. Die Handlung entfaltet sich in einem gleißenden, fast surrealen Sonnenlicht, das die Abgründe der Figuren scharf hervorhebt. Haslinger selbst beschreibt sein Werk als ein „Trash-Movie“ zwischen zwei Buchdeckeln, der den Wald und seine tief sitzenden Geschichten radikal weiterdenkt. Der Autor ist in der Region tief verwurzelt: Der 1987 geborene Johannes Maria Haslinger prägt nach Stationen als Kunstdokumentar in München heute als Leiter des Museums Rotes Schulhaus in Rinchnach, des Kulturhauses Spital Hengersberg sowie als Kreisheimatpfleger das kulturelle Gesicht seiner Heimat. Seine kreative Vielseitigkeit bewies er zudem mit mehreren musikalischen Veröffentlichungen beim renommierten Münchner Trikont-Label und wurde 2018 mit dem Kulturpreis des Landkreises Regen ausgezeichnet.

Kursnummer 5910
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Gebühr: Eintritt frei
Dozent*in: Johannes Maria Haslinger
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01.08.26 18:33:11