René Trabold klärt über die Risiken durch Borrelien und andere heimische Erreger auf, die im Bayerischen Wald vorkommen und widerlegt verbreitete Mythen. Der Facharzt für Neurologie gibt wertvolle Tipps für den Schutz und therapeutische Strategie, vor Zecken und Co.
Unsere Füße tragen uns ein Leben lang, egal auf welchem Untergrund. Ein virtuoses Zusammenspiel von 28 Knochen in jedem Fuß ermöglicht uns Schritt für Schritt diese Mobilität. Es gibt jedoch zahlreiche Erkrankungen und Verletzungen, die das Zusammenspiel aus dem Takt bringen können. In diesem Vortrag soll auf einige der häufigsten „Störenfriede“ eingegangen werden.
In Deutschland werden jährlich über 400.000 Kunstgelenke eingesetzt. Ziel ist stets die Wiederherstellung einer schmerzfreien Mobilität. Neue OP-Verfahren ermöglichen heute eine schnellere Erholung. An der Arberlandklinik Zwiesel wird das künstliche Hüftgelenk bevorzugt mit der besonders schonenden AMIS-Technik eingesetzt. Dieser vordere Zugang vermeidet Muskelverletzungen, reduziert Schmerzen und Blutverlust und ermöglicht den Patienten bereits am OP-Tag das Aufstehen sowie eine deutlich verkürzte Klinikzeit. Die Klinik ist niederbayerisches Referenzzentrum und schult Fachärzte aus ganz Deutschland; sogar beidseitige Hüftgelenksversorgungen sind möglich. Bei künstlichen Kniegelenken erfolgt die Implantation nach dem Prinzip des kinematischen Alignments: Die individuelle natürliche Beinachse und Kniegeometrie werden wiederhergestellt. Das führt zu schnellerer Beweglichkeit und einem natürlicheren Gelenkgefühl. Der Vortrag erläutert beide modernen Versorgungskonzepte anhand von Fallbeispielen und zeigt, wie innovative Schmerztherapien einen frühen, nahezu schmerzfreien Wiedereinstieg in den Alltag ermöglichen.
Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen. Aber auch jeder kann helfen. Es ist ganz einfach. Der plötzliche Herztod ist mit schätzungsweise 80.000 bis 100.000 Fällen pro Jahr eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Jeden kann es treffen. Die Betroffenen sind auf schnelle Hilfe angewiesen. Doch die Bereitschaft von Laien, Wiederbelebungsmaßnahmen nach einem plötzlichen Herzstillstand durchzuführen, ist in Deutschland mit 15 % im internationalen Vergleich alarmierend niedrig. Gründe dafür sind oftmals die Angst, etwas falsch zu machen und eine unzureichende Ausbildung in Erster Hilfe. Dabei sind die Maßnahmen zur Wiederbelebung eines Menschen einfach. Man kann dabei nichts falsch machen. Der einzige Fehler ist, nichts zu tun. In diesem Kurs trainieren wir Sie zum kompetenten Ersthelfer bis zum Eintreffen des Notarztes. Diese Maßnahmen verdoppeln bis verdreifachen die Chance, dass Betroffene überleben.
Wenn es um die Herzgesundheit geht, gibt es Faktoren, die nicht beeinflussbar sind – etwa Alter, Geschlecht oder familiäre Vorbelastung. Umso wichtiger ist das, was wir selbst steuern können. Der Vortrag zeigt, welche zentrale Rolle Lebensstil und Prävention spielen. Bewegung, Ernährung, Rauchen, Alkohol, Blutdruck und Psyche werden dabei verständlich eingeordnet. Zudem erfährst du, welche typischen Anzeichen auf Herzinfarkt oder Schlaganfall hindeuten und was im Notfall zu tun ist. Praktische Tipps für den Alltag können sensibilisieren und Leben retten.
In diesem Vortrag werden die unterschiedlichen Ursachen der schmerzhaften Schulter dargestellt. Es werden die möglichen konservativen und operativen Behandlungsmöglichkeiten ausführlich erläutert und Tipps für das Verhalten im Alltag gegeben.
Obwohl Inkontinenz und Senkungsbeschwerden zu einer massiven Einschränkung der persönlichen Lebensqualität bei Frauen führen, sind diese Erkrankungen weiterhin ein großes Tabuthema. In diesem Vortrag werden verschiedene Symptome, diagnostische Untersuchungen und Behandlungsmöglichkeiten besprochen sowie erläutert, wie und wo Sie die benötigte Hilfe erhalten.
Unter dem Begriff Bewegungsstörungen werden verschiedene Erkrankungen und Syndrome zusammengefasst, die sich durch Störungen der Motorik auszeichnen. Bewegungsstörungen im Alter können vielfältige Ursachen haben, sie umfassen z.B. die Parkinsonkrankheit, Polyneuropathien, andere Zittererkrankungen oder auch das Restless-Legs-Syndrom. Dr. Susanne Tully stellt die häufigsten Bewegungsstörungen im Alter vor, erklärt ihre Ursachen und mögliche Behandlungsmöglichkeiten und zeigt Wege auf, wie ältere Menschen im Alltag unterstützt werden können. Dr. Susanne Tully arbeitet seit 12 Jahren als Ärztin in der Neurologie und war im Rahmen vorheriger beruflicher Tätigkeiten unter anderem Sektionsleiterin für Bewegungsstörungen. Seit April diesen Jahres ist sie an der Arberlandklinik Viechtach als neurologische Oberärztin tätig und ist dort für die Diagnostik und Behandlung diverser neurologischer Krankheitsbilder zuständig.
Jeder Mensch muss sterben, das ist eine Tatsache, die oftmals lieber verdrängt wird - verständlicherweise. Wer mag sich schon das Verschwinden des eigenen Ich vorstellen? Dabei gibt es gute Gründe, sich mit dem Ende des Lebens zu befassen. Der plötzliche Tod ohne Krankheit, den sich die meisten wünschen, entspricht selten der Realität. Aber nur wer sich mit der eigenen Sterblichkeit beschäftigt kann das Ende so gestalten, wie es ihm wichtig ist. Selbst bestimmt sterben. Was es bedeutet. Was uns daran hindert. Wie wir es erreichen können. Der Patient darf selbst bestimmen, was er will. Auch „unvernünftige“ Entscheidungen binden den Arzt. So kann jeder durch Unfall, Krankheit oder Alter in die Lage kommen, nicht mehr äußern zu können, welche medizinischen Behandlungen oder Maßnahmen noch erwünscht sind. Mit einer Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht kann für einen solchen Fall vorgesorgt werden. Hiermit wird schriftlich festgelegt, ob und wie in bestimmten Situationen vorgegangen werden soll. Besonders Angehörigen wird der damit verbundene Entscheidungsprozess in einer ohnehin schon schwierigen Situation erleichtert.