Für die meisten ist es befremdlich, sich bereits zu Lebzeiten mit der eigenen Bestattung zu befassen und so wird das Thema häufig gemieden. Erfahrungen zeigen jedoch: Für die Hinterbliebenen ist es meist eine große Erleichterung, die Sicherheit zu haben, dass die Bestattung eines geliebten Menschen nach dessen Vorstellungen und Wünschen abläuft. Eine Bestattungsvorsorge ermöglicht es, diese Vorkehrungen schon zu Lebzeiten zu treffen und so die Familie zu entlasten. In diesem Vortrag beantwortet Valerie Hofmann, Mitarbeiterin eines Bestattungsunternehmens, folgende Fragen: - Warum sollte man vorsorgen? - Wann sollte man vorsorgen? - Wer kann Vorsorge abschließen? - Welche Schritte sind für eine Vorsorge notwendig? - Was beinhaltet eine Vorsorge, die beim Bestatter abgeschlossen wird?
Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) erklärte 2020 den §217 StGB für nichtig. Dieser hatte die geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung unter Strafe gestellt. Seitdem sind Fachleute in Wissenschaft, Politik und Recht auf der Suche nach einem neuen Gesetz, das den sogenannten assistierten Suizid (AS) regelt. Im Vortrag beleuchten wir die Ethik des AS und fragen, ob sich die vom BVerfG ins Zentrum seiner Argumentation gerückte Selbstbestimmung des Menschen auch auf das Sterben anwenden lässt: Können Menschen selbstbestimmt sterben wollen? Wir analysieren aktuelle Entwürfe für eine Regelung des AS, diskutieren die Argumente der Befürworter und Gegner des AS und fragen, was es bedeutet, die menschliche Autonomie ernst zu nehmen - selbst dann, wenn autonomes Handeln den Tod nach sich zieht. Andreas Wolkenstein hat Philosophie, Theologie und Geschichte in Tübingen und Paris studiert. Aktuell arbeitet er als Medizinethiker an der LMU München. In seiner Forschung untersucht er die ethischen Implikationen von KI in der Medizin. Zudem betreibt er den Podcast “Dissenspflege” (mit Sebastian Schleidgen), in dem er philosophische Themen aus dem Alltag diskutiert und für Nicht-Philosoph:innen verständlich macht.
2024 waren rund 48.000 Menschen über 65 Jahre an Verkehrsunfällen mit Verletzten beteiligt. Auch 2025 setzte sich die hohe Beteiligung älterer Menschen an schweren Unfällen fort; fast 40 % der tödlich Verunglückten gehören dieser Altersgruppe an. Der Vortrag informiert über Unfallursachen im Alter, die eigenverantwortliche Überprüfung der Fahrtüchtigkeit sowie Vor- und Nachteile moderner Fahrassistenzsysteme. Zudem werden wichtige Neuerungen im Straßenverkehr vorgestellt und diskutiert. Es bleibt zudem genug Zeit für Fragen.